Unser Energiekonzept auf einen Blick

Der Energieverbrauch eines Hauses wird von zwei Faktoren bestimmt: vom Wärmebedarf und von der Heizungsanlage.

  1. Für einen niedrigen Wärmebedarf sorgen eine gute Wärmedämmung von Außenwänden, Dach und Keller, hochwärmedämmende Fenster und eine optimale Luft- und Winddichtheit des Hauses.
  2. Die Heizungsanlage soll möglichst effizient den Wärmebedarf decken, also mit kleinsten eigenen Verlusten den eingesetzten Energieträger optimal nutzen.

Dank der hohen Energieeffizienz übertreffen BONUM Häuser die gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung deutlich. Folgende Maßnahmen sind dafür verantwortlich:

Die Darstellung skizziert technische und bauliche Maßnahmen am Beispiel eines Hauses mit Keller und ausgebautem Spitzboden.


Der Wärmebedarf

Für einen geringen Wärmebedarf sorgt ein effektiver Wärmeschutz. Denn Wärme, die nicht unkontrolliert über die Gebäudehülle verloren geht, muss erst gar nicht teuer bereitgestellt werden.

  1. Die thermische Hülle ist hausumschließend, Wärmebrücken werden minimiert.
  2. Die niedrige Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoffe sorgt für gute Dämmeigenschaften. Dämmstoffe der Wärmeleitgruppe (WLG) 035 sind bei gleicher Dicke ca. 12% besser als die der WLG 040.
  3. Fenster mit 7-Kammer-Profilsystem, großer Bautiefe, 3-Scheiben-Wärmeschutzglas und „warmer Kante“ verringern den Energieverlust erheblich.
  4. Wärmegedämmte Rolladenkästen mit außenliegender Revisionsöffnung halten die Wärme innen und die Kälte außen.
  5. Der Schornstein aus Blower-Door-optimierten Elementen verhindert, dass dem Wohnraum unkontrolliert Luft entzogen wird. Dadurch ist er für Niedrigenergie- und Passivhäuser optimal geeignet.
  6. Die luft- und winddichte Bauausführung reduziert den Wärmebedarf deutlich. Der Blower-Door-Test attestiert BONUM Häusern beste Werte.
BEGRIFFE:
Wärmebrücke
Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in Bauteilen, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die angrenzenden Bauteile. Wärmebrücken führen zu höherem Transmissionswärmeverlust und damit zu höherem Wärmebedarf.
Wärmeleitfähigkeit / Wärmeleitgruppe
Die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes gibt an, welche Wärmemenge pro Sekunde durch einen Würfel von einem Meter Kantenlänge fließt, wenn der Temperaturunterschied 1°C (1 Kelvin) beträgt. Gute Wärmedämmstoffe zeichnen sich (neben anderen Faktoren) durch einen möglichst kleinen λ-Wert aus. Die Wärmeleitzahl (λ-Wert) ist Basis für die U-Wert-Berechnung von Bauteilen. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmung eines Bauteils. Nach neuer Norm werden auch Fugen bei Plattenwerkstoffen berücksichtigt sowie Gefälledämmschichten, Luftschichten, mechanische Befestigungsmittel, Oberflächenstruktur innen und von Luft angeströmte Außenwände. Nicht berücksichtigt wird hierbei die Wärmespeicherfähigkeit des Bauteils bei Sonneneinstrahlung. Als einziges Kriterium einer Konstruktion ist der U-Wert wegen seiner Einseitigkeit nicht geeignet.

Die Wärmeleitgruppe (WLG) gibt die Durchlassfähigkeit eines Materials für einen Wärmestrom an. Dabei gilt: Je kleiner die WLG ist, desto besser die Wärmedämmung. Die WLG leitet sich aus dem rechnerischen Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit ab. Eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/mK entspricht beispielsweise einer WLG von 035. Im Zuge der EU-Normharmonisierung ist die Bezeichnung WLG durch WLS (Wärmeleitfähigkeitsstufe) ersetzt worden.
Luft- und Winddichtheit
Wände „atmen“ nicht! Eine verputzte Wand ist luft- und winddicht. Ist sie das nicht, liegt ein Bauschaden vor! Wandoberflächen puffern problemlos Feuchtigkeit die durch Kochen oder Duschen im Haus entsteht und geben sie beim Lüften wieder ab. Ein notwendiger Luftaustausch muss gezielt und kontrolliert entweder über die Fenster oder eine Lüftungsanlage stattfinden.
Warme Kante
Bis in die 1990er Jahre wurden Abstandhalter aus Aluminium verwendet. Da Aluminium Wärme gut leitet, kühlte sich der Scheibenrand bei niedrigen Außentemperaturen stark ab. Diese Abkühlung ist bei Abstandhaltern aus hochisolierendem Composite-Kunststoff nur gering. Man spricht daher von einer „warmen Kante“.
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Die Anlagentechnik

Die effiziente Bereitstellung des Wärmebedarfs wird durch das moderne Heizsystem gewährleistet.

  1. Die Wärmepumpenheizung gewinnt den Großteil der Energie aus der Umgebungsluft, dadurch arbeitet sie kostengünstig und ressourcenschonend.
  2. Die Hocheffizienzpumpen zeichnen sich durch einen besonders sparsamen Motor aus und orientieren sich am Wärmebedarf. Sie sind nur dann aktiv, wenn sie wirklich gebraucht werden.
  3. Die großen wärmeübertragenden Flächen der Fußbodenheizung und der hohe Anteil an Strahlungswärme gestatten ein Absenken der Vorlauftemperatur. Da niedrige Vorlauftemperaturen eine höhere Jahresarbeitszahl ermöglichen, werden die Betriebskosten der Wärmepumpenheizung gesenkt.
  4. Die sorgfältige Dämmung der Rohrleitungen verringert den unkontrollierten Wärmeverlust innerhalb des Gebäudes.
  5. Der hydraulische Abgleich stellt die differenzierte Durchströmung aller Heizflächen und damit eine gleichmäßige und effiziente Beheizung der Räume sicher.